Organizing & Kampagnen

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Organizing- und Kampagnenarbeit ist ein höchst flexibles Instrument gewerkschaftlicher Interessenvertretung, um das Repertoire gewerkschaftlicher Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Immer mehr Aktive nutzen es. Gewerkschaften sind so in der Lage Handlungsspielräume zurück zu gewinnen, die durch Veränderungen in der Arbeitswelt und neoliberale Politiken eingeschränkt worden bzw. verloren gingen.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten gewerkschaftspolitischen Engagements. Organizings- und Kampagnenansätze sind auch dort anwendbar, wo die traditionellen Formen der Interessenwahrnehmung (z.B. auf Grundlage des Betriebsverfassungsgesetzes, Personalvertretungsrechts) nicht greifen oder nicht (mehr) ausreichen.

Kennzeichnend für Organizing- und Kampagnenarbeit ist es, Mitglieder und Beschäftigte stärker zu beteiligen, gewerkschaftliche Stärke über eine höhere eigene Aktionsfähigkeit zu entwickeln und die Themen aus vorhandenen betrieblichen Konflikten aufzugreifen.

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Organizing- und Kampagnenarbeit ist ein höchst flexibles Instrument gewerkschaftlicher Interessenvertretung, um das Repertoire gewerkschaftlicher Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Immer mehr Aktive nutzen es. Gewerkschaften sind so in der Lage Handlungsspielräume zurück zu gewinnen, die durch Veränderungen in der Arbeitswelt und neoliberale Politiken eingeschränkt worden bzw. verloren gingen.

Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten gewerkschaftspolitischen Engagements. Organizings- und Kampagnenansätze sind auch dort anwendbar, wo die traditionellen Formen der Interessenwahrnehmung (z.B. auf Grundlage des Betriebsverfassungsgesetzes, Personalvertretungsrechts) nicht greifen oder nicht (mehr) ausreichen.

Kennzeichnend für Organizing- und Kampagnenarbeit ist es, Mitglieder und Beschäftigte stärker zu beteiligen, gewerkschaftliche Stärke über eine höhere eigene Aktionsfähigkeit zu entwickeln und die Themen aus vorhandenen betrieblichen Konflikten aufzugreifen.

Wie arbeitet ORKA?

Wie arbeitet ORKA?

In den vergangenen Jahren hat sich innerhalb deutscher Gewerkschaften ein reicher Erfahrungsschatz in Bezug auf Organisierungs- und Kampagnenarbeit angesammelt. ORKA hat diese Erfahrungen systematisiert und daraus Konzepte und Werkzeuge entwickelt, die erlernt, eingesetzt und angepasst werden können.

Einzelne Werkzeuge können jederzeit in der gewerkschaftlichen Alltagsarbeit genutzt werden. Wirksamer ist es, wenn sie im Rahmen eines Projekts systematisch ineinandergreifen. Das volle Potenzial entfalten sie, wenn durch eine Schwerpunktsetzung eine Dynamik im Betrieb in Gang gesetzt werden kann, die die Beschäftigten und die Gewerkschaftsmitglieder aktiviert. Dann sprechen wir von einer Kampagne.

Ein kampagnenförmiges Vorgehen erfordert die Kenntnis der Konzepte und Werkzeuge sowie die Fähigkeit gemeinsam größere Vorhaben anzugehen. ORKA konzipiert Kampagnen so, dass diese die Kompetenzen der Beteiligten Schritt für Schritt ausbauen und so eine immer größere Handlungsfähigkeit erreicht wird.

Werkzeuge der Organizing- und Kampagnenarbeit

Werkzeuge der Organizing- und Kampagnenarbeit

ORKA hat differenzierte Konzepte („Werkzeugkoffer“) für unterschiedliche gewerkschaftliche Kernaufgaben entwickelt:

  • Organisierungskampagnen dienen dem systematischen Auf- bzw. Ausbau einer lebendigen Gewerkschaft im Betrieb.
  • Mobilisierungskampagnen zielen auf die Herstellung bzw. Erweiterung gewerkschaftlicher Handlungs- und Aktionsfähigkeit.
  • Druckkampagnen führen einen Arbeitskampf mit alternativen bzw. ergänzenden Mitteln zum Streik.

Integrierte Kampagnen kombinieren mehrere Kampagnentypen zu einer komplexen Vorgehensweise.

Drei Werkzeugkoffer der Organizing- und Kampagnenarbeit

 Aus den drei Grundtypen entwickeln wir mit den beteiligten betrieblichen Aktiven eine passende Vorgehensweise:

  • Beispielsweise funktioniert Organisierung bei der Erschließung eines weißen Fleckens anders, als wenn es um die Wiederbelebung einer bestehenden Vertrauensleute-Struktur geht.
  • Für eine Kampagne, die mehrere Standorte, unterschiedliche Unternehmen oder verschiedene tarifliche Geltungsbereiche umfasst, muss eine komplexere Struktur entwickelt werden als für eine Kampagne an einem Standort eines Unternehmens.
  • Das gleiche gilt auch, wenn unterschiedliche gewerkschaftliche Gliederungen und Ebenen in die Kampagne mit einbezogen werden sollen.

Die Erfahrungen von ORKA reichen von betrieblichen Kampagnen in einzelnen kleinen und mittelgroßen Unternehmen über landesweite Kampagnen (z.B. Diakonie Niedersachsen und Handel NRW) bis hin zu bundesweiten Kampagnen (z.B. Lidl oder im Gesundheitswesen) und transnationalen Projekten (z.B. Brylane).

Handlungsfähigkeit und Eskalation

Handlungsfähigkeit und Eskalation

Ziel von Organizing- und Kampagnenarbeit ist immer eine gewerkschaftliche Basis aufzubauen und die Handlungsfähigkeit zu erhöhen. Diese realisiert sich auf unterschiedlichen Niveaus.

Organisierung

In Organisierungsprozessen werden die Grundlagen für Handlungsfähigkeit hergestellt. Dazu wird der Betrieb systematisch erfasst wird, die Einstellungen der KollegInnen zu konkreten Fragen gemeinsam eingeschätzt und in persönlichen 1-zu-1-Gesprächen die Bereitschaft zur Beteiligung erfragt.

Beispiele für Betriebslandkarten

Mobilisierung

Handlungsfähigkeit im Mobilisierungsprozess meint vor allem, Gewerkschaft spürbar und erlebbar sowie Solidarität erfahrbar zu machen. Im Weiteren heißt dies, gewerkschaftliche Strukturen im Betrieb in Form von Kommunikations- und Verteilernetzen aufzubauen. Dies geschieht vor allem durch diverse Aktionen, welche eine Bereitschaft zur Beteiligung der Beschäftigten voraussetzen.

Bereitschaftspyramide

Druck

Handlungsfähigkeit heißt in Gewerkschaften immer auch Aufbau von Druckpotenzial. Während einer Druckkampagne kann die Erhöhung des Druckpotenzials in mehrere Richtungen stattfinden. Die Aktionsformen werden allmählich gesteigert, um den Druck schrittweise zu erhöhen. Im Zuge einer Auseinandersetzung kann der Einbezug von Standorten eines Unternehmens in der Region, auf der Bundesebene oder über die nationalen Grenzen hinaus bis in einen internationalen Kontext kontinuierlich erweitert werden. Über eine "indirekte Strategie" können auch Zulieferer und Kunden Teil der Aktivitäten werden. Eine weitere Möglichkeit den Druck zu erhöhen ist die Einbeziehung von neuen Akteursgruppen - seien es Kunden, reale soziale Netzwerke oder die regionale Bevölkerung. Vor allem diese letzte Eskalationsstufe enthält ein Mobilisierungs- und Druckpotenzial, das häufig unterschätzt wird.

Eskalierender Spannungsbogen einer Druckkampagne